Mission Move

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Nachdem die vor ~2 Jahren geplante und angelegte Windows 7 Systempartition mit 35GB jetzt endgültig zu klein ist und auch die 2 500GB S-ATA Platten den Rechner gut heizen, musste eine größere Partition, sprich eine neue (ruhigere, schnellere und vor allem kühlere) Festplatte her. Damit kann man auch das bestehende Raid1/Raid0-Gemenge bestehend aus den beiden 500GB Samsung Platten auflösen. War zwar ganz nett, für die Datenpartition (Nutzdaten, nichts wichtiges) ein Raid0 zu haben, aber eine moderne Platte schafft die Geschwindigkeit sicherlich auch annähernd. Und Raid1 für die Systempartition ist zwar nett, aber auch nicht Lebenswichtig. Dafür macht man ab und an ein Backup...

Was jetzt erst mal einfach klingt (zumindest wenn man Linux nutzt und die Umzüge dort gewohnt ist...) stellt sich dann schon etwas schwerer dar, wenn man ein paar Besonderheiten des Systems kennt. Die Datenträger waren alle zu Dynamic Disks konvertiert, damit die Sache mit dem Raid klappt. Allerdings kommt Clonezilla anscheinend damit nicht klar. Zumindest konnte ich von der geklonten Platte nicht booten. Ich habe natürlich brav vorher das Raid1 aufgelöst, damit ich da nicht in Schlamassel gerate. Hm, verschiedene Varianten durchprobiert, mit und ohne Resize... Nichts hat geholfen. Also mal das Windows Backup versucht, das sollte ja für so einen Fall da sein. Das hat auch soweit ganz gut geklappt, bis es an das Image-Restore ging. Auf einmal hat sich der Backup Manager des PE (Preinstall Environment von Windows) beschwert, dass nur eine Platte zu finden sei. Ja, klar, was hat er denn gedacht? Ich habe *eine* Partition von *einer* Platte gesichert (wie gesagt, das Raid1 wurde vorher aufgelöst), beim Restore werden aber zwei erwartet (Ja, das Raid0 auf der jeweils 2. Partition habe ich nicht aufgelöst, warum auch, das wollte ich ja nicht sichern). Also wieder nichts. :(

Was nun? Hm, man könnte ja das Raid1 missbrauchen. Ob da jetzt eine Platte defekt ist oder ob man die einfach aus dem Computer nimmt, wo ist der Unterschied? Booten sollte Windows ja danach noch, ist ja der Sinn eines Raid1. Und man kann ein Raid1 jederzeit ohne Datenverlust trennen, dann hätte man ja eine einzelne Platte. Gesagt, getan. Die vorhandene Systempartition auf die neue Platte gespiegelt, Windows runtergefahren, alte Platte abgehängt, Computer gestartet... Peng. Der Windows Bootloader beschwert sich, dass eine Datei nicht gefunden wird. "§$%&(//!!! Hm, unten steht Continue=Enter. Also mal gedrückt, schon kommt ein weiteres Menu. Dort kann man zwischen "Start Windows 7" und "Start Windows 7 secondary plesk" wählen. Und siehe da, letzteres startet dann auch Windows 7. Wunderbar. Der Disk Manager jammert zwar noch rum, dass ein Teil des Mirrors fehlt, aber das kann man ja einfach auflösen (rechte Maustaste -> Remove Mirror). Damit startet Windows schon mal von der neuen Platte. Die Partition kann man dann einfach vergrößern, 115GB sollten  für die nächsten Monate wohl ausreichend sein. Kurzzeitig spiele ich mit dem Gedanken, noch eine weitere 1TB Platte zu holen und doch wieder ein Raid1/Raid0 Gespann daraus zu machen.. Mal sehen, wie sich die Platte im Einzelkampf so schlägt. Wirklich viel kostet eine 1TB Platte ja nicht mehr...

Was ich jetzt noch reparieren muss, ist der Windows Bootloader. Es ist nicht zielführend, dass man jedesmal einen Fehler (File: \Windows\system32\winload.exe not found, Status 0xc000000e) bekommt und dann ein zweites Menu "bedienen" muss. Die Lösung ist aber ganz einfach. Das Windows 7 Bootmenu kann man mit "msconfig" (einfach unter Ausführen -> "msconfig" eintippen) bearbeiten. Im Karteireiter "Boot" kann man überflüssige Einträge löschen und den gewünschten Eintrag als Defaulteintrag markieren: Danach noch ein Reboot und Gut ist ;)

Fazit: Wenn man mit Dynamic Disks leben kann, dann ist das Spiegeln einer (oder mehrerer Partitionen) auf eine neue Festplatte ein eigentlich sehr stressfreier Weg, eine Windows-Installation zu klonen. Das kopieren der Daten passiert im Hintergrund, d.h. man kann sogar während des "Umzugs" normal weiterarbeiten.

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