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- Last Updated on Wednesday, 18 January 2012 14:11
- Written by Markus K.
Neue Technik, neue Sparmaßnahmen (Server)
Es ist mal wieder Umbau angesagt. 1., weil die Hardware nun doch schon wieder eine gewisse Zeit lang im Server steckt, 2., weil es immer sparsamere Prozessoren und Mainboards gibt. Der Verbrauch von ~85-90W (siehe http://www.1elf.de/technik/digitaler-videorekorder/von-105-auf-85-in-5-minuten.html) ist eigentlich für einen 24/7 Server nicht mehr zeitgemäß.
Schon einige Monate lang habe ich zu Hause als Testplattform einen PC mit Intels Core i3 G620 und einem sparsamen MSI Mainboard mit Intel H67 Chipsatz (Micro-ATX). Der Plan, die im Prozessor integrierte Grafikeinheit mit VA-API beschleunigter HD Ausgabe zu nutzen erwies und erweist sich als schwierig. Grundlegend funktioniert die Ausgabe zwar, aber mangels Deinterlacer hinkt die Qualität der VDPAU-Lösung von Nvidia deutlich hinterher. So deutlich, dass jetzt die Ausgabe eine Asus GT520 übernimmt. Diese Karte ist passiv gekühlt und schafft HD inkl. temporal_spatial Deinterlacing ohne zusätzliche Prozessorbelastung. Wunderbar ;) Die integrierte Grafikeinheit des Prozessors ist trotzdem mal aktiv gelassen, mal sehen ob man da "nebenher" doch noch das SoftHDDevice Plugin von johns aus dem VDR-Portal testen kann.
Zugleich wird auch wieder an der DVB-S2 Front aufgerüstet, ich hatte die letzten Monate nur noch eine DVB-S2 Karte, nachdem ich eine meiner beiden Tevii S460 PCI der Schwiegermutter für ihren VDR vermacht habe. Ich wollte sowieso auf eine Dual Tuner Karte umsteigen. Geworden ist es nun eine L4M Twin-S2 5.4 (baugleich der Digital Devices cineS2). Zusätzlich bleiben natürlich noch die zwei DVB-T Dual Tuner Sticks von Hauppauge am System. Damit stehen dem Server 4x DVB-T Tuner sowie 2 DVB-S2 Tuner für Aufnahmen, Live-TV und Streaming zur Verfügung. der Umbau an sich ist ohne Komplikationen über die Bühne gegangen, die momentan bis zur Lieferung der L4M noch installierte Tevii S480 wird die Tage noch ersetzt. Der 1. Einschalttest am angeschlossenen Energie-Messgerät zeigt einen Idle-Wert von 65W an. Ausgabe über vdr-sxfe eines DVB-T Senders an den FullHD-TV mit 1920x1080 und temporal_spatial Deinterlacing der GT520 läuft dabei ebenso wie die virtuellen Maschinen (5x Linux, 1x WinXP). So schaut das schon besser aus. Noch mal fix ins BIOS und noch ein paar Sachen getweakt (DRAM-Spannung angepasst, Active Phase Switching der Spannungsregeler auf dem Mainboard aktiviert, alles unötige deaktiviert), schon ist man bei ~60W. Sehr schön. Die Einstellung der Software (Xorg bzw. NVidia Treiber, vdr-sxfe etc.) kann da auch noch etwas dazu beitragen, im Endeffekt bin ich jetzt mit der Tevii bei einem Idle-Wert (SD-Ausgabe aktiv) von 57,5W. Als letzte Aktion wird jetzt noch das Netzteil dem effektiven Verbrauch etwas angepasst. Aktuell ist ein beQuiet PurePower L7 300W 80+ Netzteil mit hohem Wirkungsgrad verbaut, allerdings dürfte dieser im momentanen Auslastungszustand nicht wirklich mehr gut sein. Daher überlege ich mir, ob ich nicht ein "kleineres" Netzteil einbaue. Genauer gesagt, ein Micro-ATX Netzteil mit 250W und 80+ Bronze Zertifizierung (Vermutlich das Xilence SFX 250W, das bietet bei 20%, also 50W eine Effizienz von 83.74%). Auch wenn es da nur um einige wenige Watt geht, auf Dauer (24/7 Betrieb) kommt da schon was zusammen.

