Von 105 auf 85 in 5 Minuten

 

Von 105 auf 85 in 5 Minuten...

Was, wie, wo? Es geht um den Stromverbrauch (bzw. physikalisch genauer Umwandlung von Energie) des 24/7 Hausservers. Im Leerlauf bisher ~105W, gemessen mit einem Energiemessgerät vom Restpostenhändler P*llin. Und ja, es hat auch etwas länger als 5 Minuten gedauert ;) Aber von Anfang an...

Nach dem Umbau auf den Phenom 9350e hatte ich erstmals den Energiehunger des Servers gemessen. Damals hatte er einen Ruheverbrauch von ~105W. Darin enthalten sind ein AMD Phenom 9350e, 8GB DDR2-Ram, 1x 2,52 Festplatte, 2x 3,5" Festplatten sowie ein Asus M3N78-Pro. 2 DVB-S2 PCI Karten und 2 DVB-T Dual USB Sticks gehören auch noch dazu. Betrieben wurde das ganze mit einem NoName 350W ATX Netzteil. An Anwendungen läuft auf dem Server ein VDR (Ausgabe über vdr-sxfe (VDPAU)) sowie mehrer virtuelle Maschinen (KVM, 5 Linuxmaschinen, eine Windows XP Instanz).

Vorletzte Woche habe ich nun nach einem knappen Jahr meine WD Festplatte (2TB) präventiv ausgetauscht, nachdem der Load Cycle Count bei über 440000 stand. WD gibt (laut Forenberichten anderer Betroffener) einen Maximalwert von ca. 300000 für die Lebensdauer der Platte an. In diesem Zusammenhang habe ich auch gleich die beiden DVB-S2 Karten durch eine Tevii S480 Dual DVB-S ersetzt. Das soll dem Wärmehaushalt im Gehäuse und auch den Energieverbrauch positiv beeinflussen. Zu guter Letzt habe ich mir bei P*llin noch ein Funk-Energiemessgerät mit 2 Sensoren (Zwischenstecker für die Steckdose) besorgt. Einer dieser Sensoren ist jetzt dauerhaft zur Messung des Energieverbrauchs am Server abgestellt.

Ubuntu Natty (11.04) wurde auch neu auf der Systemplatte installiert, da das Filesystem auf dieser durch eine Unachtsamkeit leicht[tm] zerstört wurde. Über Ubuntu Naty habe ich dann nebenbei noch gelesen, dass es sehr verschwenderisch mit Notebook-Akkus umgehen soll. Und in der Tat attestierte mir das Messgerät nach dem Umbau einen Ruheenergieverbrauch von 120W. Na super... Aber es hat sich dann ziemlich schnell herausgestellt, dass der Verursacher (zumindest in meinem Fall) das nouveau Kernelmodul für die Nvidia Grafikkarte war. Nach der Installation des passenden Original-Kernelmoduls (was ich eh für die VDPAU-Unterstützte Ausgabe über vdr-sxfe benötige) sank der Verbrauch auf ca 100W. Ich hatte mir zwar mehr erhofft (die Tuner der beiden alten DVB-S2 Karten wurden schon spürbar warm), aber besser als nichts. Es gibt ja auch noch Potential beim Thema undervolting. Wobei das im niedrigsten Takt der CPU nicht mehr so viel ausmachen wird.

Letzten Donnerstag habe ich nun noch das Netzteil durch ein beQuiet 300W PurePower ersetzt. Dieser Austausch hat bisher am meisten gebracht. Der Energieverbrauch sank von den 100W auf nunmehr 85W, mit Tendenzen zwischen 81W bzw. 87W mit angepassten Spannungswerten für die CPU. Die TV-Ausgabe über vdr-sxfe ist dabei aktiv, die Festplatten laufen alle.

Was ich jetzt noch gerne versuchen würde, ist eine Verringerung der Grafikkartentaktung. Inwiefern sich das auf den Energieverbrauch und auch (im negativen Sinne) auf die VDPAU Performance auswirkt, muss erst noch ermittelt werden.

Die Temperaturen im Gehäuse und an der CPU sind (sicherlich auch durch das Entstauben der Lüfter/Kühlkörper) deutlich gesunken (Gehäuse von ~40°C auf 33°C, sicherlich bedingt durch die nicht mehr heizenden DVB-S2 Tuner; CPU von 56°C auf 47°C, hauptsächlich wohl durch de Reinigung des Kühlkörpers).

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