Löschen des Fehlerspeichers im Steuergerät

Das Motor-Steuergerät ist hauptsächlich für die Gemischbildung verantwortlich. Es entscheidet anhand verschiedener Sensordaten, wie viel Benzin eingespritzt wird. Da dieser Vorgang in äußerst Engen Grenzen abläuft, kann schon eine geringfügig abweichende Messung z.B. einer Lambdasonde oder ein verschmutzter Luftmassenmesser zu einer Fehleranzeige führen. Im Falle eines verschmutzten Luftmassenmessers kann man diesen selbst vorsichtig reinigen und wieder einsetzten. Danach sollte man den Fehlerspeicher löschen. Das geht mit einem OBD2 Messgerät bzw. OBD2-Stecker mit Anschluß an einen PC oder "zu Fuß" durch einen Reset des gesamten Steuergeräts. Dazu klemmt man entweder die gesamte Batterie für kurze Zeit ab oder man zieht die entsprechende Sicherung. Da die Entfernung der Sicherung die unkomplizierteste Methode ist, wird diese hier beschrieben.

Der Sicherungskasten befinden sich im Motorraum auf der rechten Seite neben der Batterie. Nachdem man den Deckel abgenommen hat, sieht man an der rechten unteren Seite eine kleine Klammer. Diese dient dazu, die Sicherungen einfach aus der Halterung ziehen zu können. Mit dieser Klammer entfernt man nun die von oben gesehen zweite 15A Sicherung für einige Sekunden und setzt diese danach wieder sorgfältig ein. Damit sollte der Fehlerspeicher gelöscht sein. Im Falle einer weiteren Fehlermeldung ist eine erweiterte Diagnose mit einem entsprechenden Messgerät empfohlen, auch wenn der Wagen noch scheinbar ohne Probleme fährt. Auf Dauer kann eine fehlerhafte Gemischbildung ernsthafte Schäden am Motor (Ventile glühen aus etc.) verursachen.